Gibt es außerirdisches Leben?

Mit Hilfe von modernen, leistungsstarken Teleskopen und neuen, wissenschaftlichen Verfahren haben Astronomen in den letzten Jahren viel mehr erdähnliche Exoplaneten entdeckt, als ursprünglich vermutet wurden. Aufgrund dieser Erkenntnisse macht es durchaus Sinn, sich verstärkt mit Fragen bezüglich der Existenz von außerirdischen Lebensformen zu beschäftigen.

  • Wie viele Exoplaneten und Exomonde gibt es in der Milchstraße, auf denen außerirdisches Leben existieren könnte?
  • Gibt es außer auf der Erde noch andere Lebensformen im Universum, vielleicht sogar fortschrittliche, technisch hochentwickelte Zivilisationen?
  • Wenn es sie gibt, wo sind sie?
  • Werden wir jemals mit außerirdischen Lebensformen in Kontakt treten können oder ihnen vielleicht sogar irgendwann begegnen?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen die Menschheit seit langer Zeit. Bevor sie im zweiten Kapitel beantwortet werden, ist es wichtig zu wissen, unter welchen Voraussetzungen Leben überhaupt entstehen kann.

1. Voraussetzungen für die Entstehung von Leben

Leben kann in 2 Kategorien unterteilt werden:

EINFACHES LEBEN [+/-]

KOMPLEXES LEBEN [+/-]

Für die Entstehung von Leben gilt grundsätzlich folgendes:

  • Je mehr für Leben notwendige Bedingungen erfüllt sein müssen, desto geringer die Anzahl von potentiellen terrestrischen Objekten, die diese Bedingungen erfüllen.
  • Einfaches Leben erfordert weniger Bedingungen und auch weniger optimale Bedingungen, als komplexes Leben.

Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass überall Leben entsteht, sobald die Bedingungen für Leben erfüllt sind. Falls sich diese Annahme als richtig erweist, könnte das bedeuten, dass auch auf dem Mars einst mindestens einfaches Leben existierte. Der Mars ist ein Gesteinsplanet wie die Erde, mit einem Orbit im äußeren Bereich einer habitablen Zone. Darüber hinaus bot er einst lebensfreundliche Bedingungen in Form von flüssigem Wasser und einer Atmosphäre. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Entstehung von Leben waren somit erfüllt.

Damit terrestrische Objekte, wie Gesteinsplaneten oder auch große Monde Leben hervorbringen können – egal ob einfaches oder komplexes – müssen die folgenden 4 Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

1.1. Lokation in der galaktischen habitablen Zone [+/-]

1.2. Geeigneter Zentralstern [+/-]

1.3. Optimale Konfiguration des Systems [+/-]

1.4. Lebensfreundliche Bedingungen [+/-]

2. Ausserirdisches Leben mit höherer Intelligenz

2.1. Die Entwicklung von höherer Intelligenz [+/-]

2.2. Existenzwahrscheinlichkeit [+/-]

2.3. Potentielle Anzahl von extrasolaren Zivilisationen [+/-]

2.4. Warum es noch keinen Kontakt gab [+/-]

2.5. FAZIT [+/-]

 

 

 

 

 

[1] Vgl. Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP): "Leben auf fernen Monden möglich", vom 10.01.2013. Abgerufen am 05.10.2013.

[2a] Erik A. Petigura et al.: "Prevalence of Earth-size planets orbiting Sun-like stars", vom 04.11.2013. Abgerufen am 11.11.2013.

[2b] Vgl. F. FREISTETTER: "Die Milchstraße ist voller erdähnlicher Planeten!", vom 09.11.2013. Abgerufen am 11.11.2013.

[3] Vgl. F. FREISTETTER: "Jupiter: Freund oder Feind?", vom 03.12.2009. Abgerufen am 05.10.2013.

[4] Vgl. F. FREISTETTER: "Kein Leben ohne Mond?", vom 19.05.2008. Abgerufen am 05.10.2013.

[5a] Vgl. F. FREISTETTER: "Der Einfluss des Mondes auf die Erdachse", vom 30.12.2011. Abgerufen am 05.10.2013.

[5b] Vgl. astronews.com: "Leben auch ohne Mond möglich?", vom 10.08.2011. Abgerufen am 05.10.2013.

[6] Vermutlich wurde Feuer bereits früher genutzt, ab etwa vor 2 bis 1,5 Millionen Jahren. Bisher gefundene Belege deuten allerdings (noch) auf den Zeitraum vor etwas einer Million Jahre. Das Entzünden von Feuer mit Hilfe von Feuerstein, wurde erst viel später praktiziert. Der erste unumstrittene Beleg dafür wurde auf vor rund 32.000 Jahre datiert.

[7] Das Relikt eines ehemals größeren Verdauungstraktes beim Menschen ist der Blinddarm, der noch als Rudiment vorhanden ist.

[8] Der Begriff basiert auf dem Buch "Rare Earth: Why Complex Life Is Uncommon in the Universe" aus dem Jahr 2000 von PETER WARD, einem Geologen und Paläontologen und DONALD BROWNLEE, einem Astronomen und Astrobiologen.

[9] Vgl. Europäische Südsternwarte (ESO): "Planeten so weit das Auge reicht", vom 11.01.2012. Abgerufen am 05.10.2013.

[10] Für die Berechnung der Abstände wurde ein Duchmesser der inneren Grenze der galaktischen habitablen Zone (GHZ) von 22.820 LJ, ein Durchmesser der äußeren Grenze von 29.340 LJ und eine Höhe der GHZ von 3.000 LJ angenommen, woraus sich ein Volumen der GHZ von 801.302.173.884 LJ3 ergibt. Bei 100.000 ETL-Planeten in der GHZ würden diese im Mittel etwa 200 LJ voneinander entfernt sein
[ (801.302.173.884 : 100.000)1/3 ].

[11] Vgl. CARL SAGAN: "Direct contact among galactic civilizations by relativistic interstellar spaceflight" in Planetary and Space Science, 1963, Vol. 11, S. 485-498.

[12] Um diese Vermutung bestätigen zu können, müsste man wissen, ab wann im Universum genügend schwerere Elemente vorhanden waren, die als Grundlage für die Entstehung von erdähnlichen Planeten und Leben dienen konnten. Die Erforschung von Asteroiden und Kometen, die gerade erst begonnen hat, wird einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage leisten.